09. Mai 12 | sonnenwindschreibt
Folgendes ist was für kluge Köpfe. Es ist vielleicht ein bisschen verrückt, aber interessant.
Wnen du das lseen ksnnat, bsit du ein kgleus Kpöcfehn.Dnen nur fniüzfg aus hdenrut keöenn das lseen. Wuram? Für das miccnlhsee Ghrien, so fnad die Ueriväitsnt von Cbmidrgae haures, selipt es kneie Rlole in wlceehr Rhfenielgoe die Bcsubetahn snid, wtihcig ist nur dsas der estre und der lttzee Bcuhtsbaeb am rhgeticin Patlz shett. Der Rset knan eni tltleaos Draenedhincur sien und tdttreom knsnat du es lssen. Shesit du! Wuram fagsrt du dcih? Wiel das mhheiclsne Gheirn nhcit jdeen Bcusahebtsn bei scih lseit, snerdon das Wrot als Gnaezs. Fcnsaasttih nciht?! Wer bacuhrt sohcn Rceibtneuhrhcsg!
Hbae ich ewats flahirscebceshgn? Dnan milat mcih dcoh kruz an!
Aber jetzt geht´s los:
Coo-ee, liebe Daheimgebliebene!
Ein klein bisschen Gehirnjogging. Wenn du gerade erst aufgestanden bist zum Aufwachen, wenn du dich gerade im Mittagsloch befindest zum Wiederaufwachen und wenn du jetzt gleich bald schlafen gehst als letzte Gehirnumdrehung des Tages. Selbiges haben sie heute mit uns Englischlernern in der Schule gemacht, selbstverständlich auf Englisch. Und es hat geklappt. Verdrehtes English. Hut ab vor mir, es hat geklappt.
Ich will euch an dieser Stelle nicht mit einer Entschuldigung oder Erklärung für den langeausbleibendne Blogeintrag langweilen, es ist, wie eine eifrige Blogleserin schon sagte, teilweise der australische Alltag, der eingekehrt ist. Ich möchte mich nicht ständig wiederholen wie toll es ist jeden Tag am Strand sein zu können oder das Wetter zu genießen, was es ist.... :) Auch wollte ich nicht über noch nicht Spruchreifes berichten. Auch wenn ich mich vielleicht wiederhole, aber Eins hat Sonnenwind hier für sich ganz fest geschnürrt: Ein Tag nach dem Anderem. Und Wiederholung Nummer 2: In Australien braucht Vieles ein bisschen länger. Aber nicht schlimm, ich hab es hier nicht eilig. Ein Tag nach dem Anderem ist dufte. Versteht ihr, wa?
Ein neue Beschäftigung kann ich mittlerweile die Meine nennen und es war doch nicht so tragisch wie ich dachte. Augen zu, angerufen, gefragt, vorgestellt, eine Proberunde gedreht und 1,2, 3 Mein. Und ich bin wirklich s-ü-s-s gelandet. Im Schokoladenhimmel. Gucken dürft ihr: www.sanchurro.com, aber bleiben tut es Meins. Ich darf und muss nun am Anfang viel vom braunen Gold probieren, damit ich so weiß, was ich den Kunden besten Gewissen empfehlen kann. Null Problemo. Nur mehr auf den Crosstrainer hüpfen, heißt es jetzt. Genuss ja, Pfunde nein danke!
Heute war ein Tag an dem es mich gepackt hat zu schreiben. Ich muss euch berichten, ich liebe die Australier und ihre Art. Heiß in Badehosen und coole Socken. Wortspiel! Heiß, Wasser, Badehosen und Witzig,Cool, Lachen muss Sonnenwind. Es mag schon ungewohnt sein von vielen Unbekannten “Darl” oder “Darling” genannt zu werden – Entschuldigung, kennen wir uns? - , und wirklich befremdlich von der VerkäuferIN mit “Babe” begrüßt zu werden – Ehm?- , auch aus Prinz William, Prinz Bill – Drover läßt grüßen - zu machen (Will oder eben Bill Abkürzung von William) ist schon wirklich verdrehter Aussie-Witz an immerhin ihrem Prinzen (Australien = Staat des Commonwealth), aber heute war ein ausgezeichneter Tag zu erleben wie einfach (&) cool sie sind.
Situation 1: Ich stehe mit meiner angeheirateten Cousine Rita im Flur und unterhalte mich. Da geht die Tür eines Unterrichtraumes auf, dem wie am nächsten stehen, und ein jüngerer Australier kommt heraus. Locker grinst er uns an und sagt genauso (übersetzt): “Na, GIRLS wie geht´s?” Durchschnittsalter 41 weiblich Mal 2 guckt und versucht zu verstehen, wie er das gesagt hat. Korrigiere: ich stehe und versuche zu verstehen, dass er das tatsächlich gesagt hat. Rita hat nicht mal mit der Augenwimper gesucht: Alltag! Am Ende lacht sie über mein ungläubiges Gesicht und ich im Nachhinein über den smarten Australier. Am cooler geht immer. Situation 2: Klassenraum. Tür ist auf, wie immer, angenehmer Durchzug. Wir, u.a. ich, lauschen brav unserer Lehrerin Annie als plötzlich ein tiefer, vom Herzen kommender Röpser durch den Flur draußen hallt. Alle 11 Augenpaare im Raum sehen reflexartig Richtung Tür: Wer war das? LÄSSIG kommt der Röpser an unsere Tür vorbeispaziert, SCHAUT in unserem Raum und SAGT TIEFENENTSPANNT: “ OH, sorry, GUYS.” Ich sitze nur da und breche in dem zweitgrößten Lachkrampf meiner jungen austra-lischen Geschichte aus. Rüpel, aber cooooooooooooool. Respekt, ich wäre rot bis unter die Haar-spitzen angelaufen und hätte mich versucht unter meine Schuhsohlen zu entschwinden. Jeder auf seine Art, und er auf die Australische. Aber bitte, Leute, ich möchte ausdrücklich an dieser Stelle betonen, dass die Australier an sich gut erzogen sind (z.B. vorbildliches Schlangestehen ohne einen kleinen Vordrängler oder winzigen Stupser). Sie sind halt... wie soll ich es ausdrücken … manchmal eben nur ein bisschen gröber/lockerer. Man muss ja auch nicht immer alles so eng sehen, oder? Mein witziger Röpser hat heute auf jeden Fall meinen Tag heller gemacht. Danke, Bill!
Mit den Wunsch, dass ihr auch dort in Übersee etwas habt, was euch lachen läßt,
verabschiedet sich heute von der neuen CD der Die Ärzte (IMPORT aus Deutschland) begleitet mit einem
See ya,
Sonnenwind/Sunwind!
Wnen du das lseen ksnnat, bsit du ein kgleus Kpöcfehn.Dnen nur fniüzfg aus hdenrut keöenn das lseen. Wuram? Für das miccnlhsee Ghrien, so fnad die Ueriväitsnt von Cbmidrgae haures, selipt es kneie Rlole in wlceehr Rhfenielgoe die Bcsubetahn snid, wtihcig ist nur dsas der estre und der lttzee Bcuhtsbaeb am rhgeticin Patlz shett. Der Rset knan eni tltleaos Draenedhincur sien und tdttreom knsnat du es lssen. Shesit du! Wuram fagsrt du dcih? Wiel das mhheiclsne Gheirn nhcit jdeen Bcusahebtsn bei scih lseit, snerdon das Wrot als Gnaezs. Fcnsaasttih nciht?! Wer bacuhrt sohcn Rceibtneuhrhcsg!
Hbae ich ewats flahirscebceshgn? Dnan milat mcih dcoh kruz an!
Aber jetzt geht´s los:
Coo-ee, liebe Daheimgebliebene!
Ein klein bisschen Gehirnjogging. Wenn du gerade erst aufgestanden bist zum Aufwachen, wenn du dich gerade im Mittagsloch befindest zum Wiederaufwachen und wenn du jetzt gleich bald schlafen gehst als letzte Gehirnumdrehung des Tages. Selbiges haben sie heute mit uns Englischlernern in der Schule gemacht, selbstverständlich auf Englisch. Und es hat geklappt. Verdrehtes English. Hut ab vor mir, es hat geklappt.
Ich will euch an dieser Stelle nicht mit einer Entschuldigung oder Erklärung für den langeausbleibendne Blogeintrag langweilen, es ist, wie eine eifrige Blogleserin schon sagte, teilweise der australische Alltag, der eingekehrt ist. Ich möchte mich nicht ständig wiederholen wie toll es ist jeden Tag am Strand sein zu können oder das Wetter zu genießen, was es ist.... :) Auch wollte ich nicht über noch nicht Spruchreifes berichten. Auch wenn ich mich vielleicht wiederhole, aber Eins hat Sonnenwind hier für sich ganz fest geschnürrt: Ein Tag nach dem Anderem. Und Wiederholung Nummer 2: In Australien braucht Vieles ein bisschen länger. Aber nicht schlimm, ich hab es hier nicht eilig. Ein Tag nach dem Anderem ist dufte. Versteht ihr, wa?
Ein neue Beschäftigung kann ich mittlerweile die Meine nennen und es war doch nicht so tragisch wie ich dachte. Augen zu, angerufen, gefragt, vorgestellt, eine Proberunde gedreht und 1,2, 3 Mein. Und ich bin wirklich s-ü-s-s gelandet. Im Schokoladenhimmel. Gucken dürft ihr: www.sanchurro.com, aber bleiben tut es Meins. Ich darf und muss nun am Anfang viel vom braunen Gold probieren, damit ich so weiß, was ich den Kunden besten Gewissen empfehlen kann. Null Problemo. Nur mehr auf den Crosstrainer hüpfen, heißt es jetzt. Genuss ja, Pfunde nein danke!
Heute war ein Tag an dem es mich gepackt hat zu schreiben. Ich muss euch berichten, ich liebe die Australier und ihre Art. Heiß in Badehosen und coole Socken. Wortspiel! Heiß, Wasser, Badehosen und Witzig,Cool, Lachen muss Sonnenwind. Es mag schon ungewohnt sein von vielen Unbekannten “Darl” oder “Darling” genannt zu werden – Entschuldigung, kennen wir uns? - , und wirklich befremdlich von der VerkäuferIN mit “Babe” begrüßt zu werden – Ehm?- , auch aus Prinz William, Prinz Bill – Drover läßt grüßen - zu machen (Will oder eben Bill Abkürzung von William) ist schon wirklich verdrehter Aussie-Witz an immerhin ihrem Prinzen (Australien = Staat des Commonwealth), aber heute war ein ausgezeichneter Tag zu erleben wie einfach (&) cool sie sind.
Situation 1: Ich stehe mit meiner angeheirateten Cousine Rita im Flur und unterhalte mich. Da geht die Tür eines Unterrichtraumes auf, dem wie am nächsten stehen, und ein jüngerer Australier kommt heraus. Locker grinst er uns an und sagt genauso (übersetzt): “Na, GIRLS wie geht´s?” Durchschnittsalter 41 weiblich Mal 2 guckt und versucht zu verstehen, wie er das gesagt hat. Korrigiere: ich stehe und versuche zu verstehen, dass er das tatsächlich gesagt hat. Rita hat nicht mal mit der Augenwimper gesucht: Alltag! Am Ende lacht sie über mein ungläubiges Gesicht und ich im Nachhinein über den smarten Australier. Am cooler geht immer. Situation 2: Klassenraum. Tür ist auf, wie immer, angenehmer Durchzug. Wir, u.a. ich, lauschen brav unserer Lehrerin Annie als plötzlich ein tiefer, vom Herzen kommender Röpser durch den Flur draußen hallt. Alle 11 Augenpaare im Raum sehen reflexartig Richtung Tür: Wer war das? LÄSSIG kommt der Röpser an unsere Tür vorbeispaziert, SCHAUT in unserem Raum und SAGT TIEFENENTSPANNT: “ OH, sorry, GUYS.” Ich sitze nur da und breche in dem zweitgrößten Lachkrampf meiner jungen austra-lischen Geschichte aus. Rüpel, aber cooooooooooooool. Respekt, ich wäre rot bis unter die Haar-spitzen angelaufen und hätte mich versucht unter meine Schuhsohlen zu entschwinden. Jeder auf seine Art, und er auf die Australische. Aber bitte, Leute, ich möchte ausdrücklich an dieser Stelle betonen, dass die Australier an sich gut erzogen sind (z.B. vorbildliches Schlangestehen ohne einen kleinen Vordrängler oder winzigen Stupser). Sie sind halt... wie soll ich es ausdrücken … manchmal eben nur ein bisschen gröber/lockerer. Man muss ja auch nicht immer alles so eng sehen, oder? Mein witziger Röpser hat heute auf jeden Fall meinen Tag heller gemacht. Danke, Bill!
Mit den Wunsch, dass ihr auch dort in Übersee etwas habt, was euch lachen läßt,
verabschiedet sich heute von der neuen CD der Die Ärzte (IMPORT aus Deutschland) begleitet mit einem
See ya,
Sonnenwind/Sunwind!
22. April 12 | sonnenwindschreibt
Coo-ee!
Wißt ihr noch wie das klingt? Ich weiß jedenfalls schon kaum noch wie sich das Tippen auf einer Computertastertur anfühlt. Ich bin etwas schreibfaul gewesen. Wohl auch deshalb, weil ich das gewöhnliche Gefühl nicht hatte mich schriftlich mitzuteilen, was mich dann immer zwanghaft zum Computer zieht. Eigentlich ist auch nicht viel passiert und doch viel, für mich.
Nach guten und doch angenehm ausgefüllten Wochen, die ihren Höhepunkt in den zwei Wochen um Ostern hatten, bin ich nur wie auf einem Fingerschnipp: beschäftigunglos, was mir irgendwie schwerverdauerlicher im Magen liegt, was vielleicht mein Bauchunwohl sein in der vergangenen Woche erklärt. Vielleicht liegt es aber auch an meinem derzeitigen Lieblingsheißgetränk, dem Chai Latte (heiße Milch mit gesüßtem Teepulver). Milch scheint mir in Australien nicht ganz so gut zu bekommen. Entweder liegt das an den australischen Kühen oder ich bin über die Jahre leicht laktoseintolerant geworden. Well, zurück zu “beschäftigungslos”. Nicht dass ich was verbockt hätte oder so, nur wurde der Platz im Café nach Einstellen eines zweiten Kochs sehr eng. Zudem liegt unser neues “Wir-leben-wo-andere-Urlaub-machen”-Domizil sprittechnishc nicht ganz günstig am Cafe. Nun gibt es zwei Optionen: 1. Zuhause bleiben und einen auf Zweittagesstudent machen oder 2. ein neues Beschäftigungsfeld suchen. Es wird wohl Option 2. Zwar würde uns theoretisch Andreas Gehalt ausreichen, aber ich würde das auf Dauer nicht aushalten. Mir ist schon in dieser ersten Woche langweilig geworden, korrigiere: ich fühlte mich schon in der ersten Woche unausgefüllt, denn zu beschäftigten wüßte ich mich schon: Vokabeln, Grammatik und Aussprache. Aber mir lag die Theorie noch nie so gut, besonders nicht ohne Praxisanwendung. So muß ich wohl oder übel an die Wurzel meines “Magengeschwürs”: Was Neues organisieren.
Es gibt Schöneres als Beschäftigungschnorrend um die “Sheds” (=typische australische Schuppen) zu ziehen. Sicherlich könnte ich eine schöne, schriftliche Bewerbung entwerfen, doch das ist hier leider nicht so üblich, besonders nicht im Gastgewerbe. Hier geht man hin, baut sich auf und fragt so was in die Richtung wie: “ Wie siehts aus? Wir Beide?” oder schlicht: “Haste was für mich zu tun?”. Spaß beiseite: Ich hasse das! Und schrecklich eingerostet bin ich auf dem Sektor “Bewerbung” auch. Ich bin so anhänglich wie eine Laus auf dem Kinderkopf gewesen: Annähernd 13 Jahre der selbe Arbeitgeber. Für einen Australier was schlicht Ungesundes. Gut, aber wenn das zu meinem Erfahrungen gehören soll, dann muss es wohl: Popo hoch, hübsch gemacht und ran, oder wie Julie, meine “Gastmama” mal zu mir gesagt hat, nachdem drei Gäste etwas unfreundlicher zu mir gewesen waren: Stay friendly, be smart and SMILE! Hat damals geholfen. Also wenn die Sonne bei euch die nächsten Wochen heller als gewöhnlich ist: Das bin ich – auf Bewerbungstour!
Ansonsten sind wir mittendrin, irgendwo zwischen deutsch und australisch. Seit über 2 Wochen sprechen Andreas und ich fast ausschließlich nur noch Englisch miteinander. Macht es einfacher für den “Flow”, wenn man nicht immer zwischen beiden Sprachen switcht. Man muss am nächsten Tag “on the road” nicht erst wieder hereinfinden. Fernsehen geht sowieso nur auf Englisch und auch lesetechnisch müssen jetzt englischsprachige Bücher ran, wobei ich mir gestern und heute ein deutsches Buch geleistet habe, dass noch ungelesen auf meinem Kindle dümpelte und auf das ich schlicht Lust hatte. Bei DVDs schummeln wie schon mal und nehmen Untertitel dazu, allerdings nur die Englischen. Besonders die Amerikanischen sind ohne ein “Pain” (hier: Krampf). Können die nicht vernüftig sprechen? Ein sehr abartiges Englisch manchmal. Entschuldigung... ist aber wahr. Ich mache gute Fortschritte. Mein erster Impuls ist mittlerweile etwas englisch zu sagen. Wenn ich deutsch spreche mische ich öfters unbewußt beide Sprachen und manchmal erschrecke ich mich, wenn mir ein deutsches Wort nicht mehr einfällt. Die englische Sprache scheint zu beginnen einen Teil meines deutschen Sprachschatzes wegzudrücken. Aber solange da nichts rausfällt.... Denke tue aber noch auf Deutsch, glaube ich. Manchmal bin ich mir da nicht so sicher.
Nicht nur Sprachlich sind wir “deulisch” (zwischen deutsch und australisch). Wir versuchen alles von unserer derzeitigen Heimat auszuprobieren was geht. Delphine, Iron-Man, Rodeo warens schon, Country in zwei Wochen kommt noch, Football, Rugby, Cricket (alles im Stadion live), Surfen und Walewatching stehen noch auf unserer Liste. Wir haben auch überlegt uns tänzerisch wieder aufs Pakett zu begeben. Ich habe Andreas Square-Dance vorgeschlagen, weil es schön typisch australisch ist. Am Freitag haben wir auch zum ersten Mal der Freiluft-Esskultur gefrönt. Die Australier scheinen, wie die Iren sich ständig in den Pubs, sich immer draußen aufzuhalten und das viel in den unzählbaren Parks, mal mit Meerblick und mal ohne, und das am Liebsten beim Barbeque oder Piknik. Festinstallierte, öffentliche Barbeques und Tischgruppen gibts überall. Wir haben unserer Abendessen mit Blick aufs Meer verpiknikt: Cracker und Selleriestangen mit Spinat-Dip, Süßkartoffel-Feta-Salad mit Kängeruh-Streifen und Chocolate-Banana-Cake mit Weißwein und selbstgebrauten Bier. R-o-m-a-n-t-i-s-c-h!
Gestern, Samstag, wollten wir ausgehen. Fussläufig 20 Minuten bis zur Amüriermeile. Vorher haben wir beim Italiener um die Ecke haltgemacht. Nicht dass es uns nach europäischen Essen gelüstet, aber das Restaurant gehört einem Freund von Andreas seinem Arbeitskollegen und wir wollten es mal testen. Danach ist leider zum zweiten Mal an diesem Tag mein Kreislauf Amok gelaufen: Schweißausbruch, Nebel im Kopf und Herzrasen. Vielleicht der Temperaturumschwung Schuld, die nochmal Gas geben haben. Was auch immer. Wir sind umgekehrt und haben meinem Kreislauf Zeit gegeben sich wieder zubenehmen. Als wir dann allerdings nochmal starten wollten, hat sich eine blasé an meinem Fuss gemeldet. Wir mussten die Mission für gescheitert erklären. Wir haben uns dann mit der Bar an der Ecke zufrieden gegeben müssen und ich habe meine Enttäuschung versucht in einem sehr hochprozentigen Mango-Daiquiri zuertränken, den ich mir auf Grund des Preises am liebsten Verkniffen hätte. Aber was muss, dass muss.
Wer bis zu diesem Punkt hier durchgehalten hat, der hat wieder eine ganzes Stück lesen müssen und jetzt wo ich am Schreiben bin, fließt es. Ich könnte mehr. Aber damit es in den nächsten Blogs nicht langweilig wird, hebe ich mir das auf. Zudem muss ich mich jetzt dringend von dem Balkon nach drinnen verziehen und die Türen verrammeln, da ich den Death-Metal-Krach, der aus dem Skater-Park zu uns heute herübergetragen wird, kaum mehr aushalte. Aber neben Country gibt es hier jegliche Musikrichtung, eben auch die wo man meint, da singt jemand im Schmerz über zusammengedrückte Körperteile kurz vor dem Abwerfen.
Und jetzt nichts wie weg!
See-JA,
Sonnenwind/Sunwind
Wißt ihr noch wie das klingt? Ich weiß jedenfalls schon kaum noch wie sich das Tippen auf einer Computertastertur anfühlt. Ich bin etwas schreibfaul gewesen. Wohl auch deshalb, weil ich das gewöhnliche Gefühl nicht hatte mich schriftlich mitzuteilen, was mich dann immer zwanghaft zum Computer zieht. Eigentlich ist auch nicht viel passiert und doch viel, für mich.
Nach guten und doch angenehm ausgefüllten Wochen, die ihren Höhepunkt in den zwei Wochen um Ostern hatten, bin ich nur wie auf einem Fingerschnipp: beschäftigunglos, was mir irgendwie schwerverdauerlicher im Magen liegt, was vielleicht mein Bauchunwohl sein in der vergangenen Woche erklärt. Vielleicht liegt es aber auch an meinem derzeitigen Lieblingsheißgetränk, dem Chai Latte (heiße Milch mit gesüßtem Teepulver). Milch scheint mir in Australien nicht ganz so gut zu bekommen. Entweder liegt das an den australischen Kühen oder ich bin über die Jahre leicht laktoseintolerant geworden. Well, zurück zu “beschäftigungslos”. Nicht dass ich was verbockt hätte oder so, nur wurde der Platz im Café nach Einstellen eines zweiten Kochs sehr eng. Zudem liegt unser neues “Wir-leben-wo-andere-Urlaub-machen”-Domizil sprittechnishc nicht ganz günstig am Cafe. Nun gibt es zwei Optionen: 1. Zuhause bleiben und einen auf Zweittagesstudent machen oder 2. ein neues Beschäftigungsfeld suchen. Es wird wohl Option 2. Zwar würde uns theoretisch Andreas Gehalt ausreichen, aber ich würde das auf Dauer nicht aushalten. Mir ist schon in dieser ersten Woche langweilig geworden, korrigiere: ich fühlte mich schon in der ersten Woche unausgefüllt, denn zu beschäftigten wüßte ich mich schon: Vokabeln, Grammatik und Aussprache. Aber mir lag die Theorie noch nie so gut, besonders nicht ohne Praxisanwendung. So muß ich wohl oder übel an die Wurzel meines “Magengeschwürs”: Was Neues organisieren.
Es gibt Schöneres als Beschäftigungschnorrend um die “Sheds” (=typische australische Schuppen) zu ziehen. Sicherlich könnte ich eine schöne, schriftliche Bewerbung entwerfen, doch das ist hier leider nicht so üblich, besonders nicht im Gastgewerbe. Hier geht man hin, baut sich auf und fragt so was in die Richtung wie: “ Wie siehts aus? Wir Beide?” oder schlicht: “Haste was für mich zu tun?”. Spaß beiseite: Ich hasse das! Und schrecklich eingerostet bin ich auf dem Sektor “Bewerbung” auch. Ich bin so anhänglich wie eine Laus auf dem Kinderkopf gewesen: Annähernd 13 Jahre der selbe Arbeitgeber. Für einen Australier was schlicht Ungesundes. Gut, aber wenn das zu meinem Erfahrungen gehören soll, dann muss es wohl: Popo hoch, hübsch gemacht und ran, oder wie Julie, meine “Gastmama” mal zu mir gesagt hat, nachdem drei Gäste etwas unfreundlicher zu mir gewesen waren: Stay friendly, be smart and SMILE! Hat damals geholfen. Also wenn die Sonne bei euch die nächsten Wochen heller als gewöhnlich ist: Das bin ich – auf Bewerbungstour!
Ansonsten sind wir mittendrin, irgendwo zwischen deutsch und australisch. Seit über 2 Wochen sprechen Andreas und ich fast ausschließlich nur noch Englisch miteinander. Macht es einfacher für den “Flow”, wenn man nicht immer zwischen beiden Sprachen switcht. Man muss am nächsten Tag “on the road” nicht erst wieder hereinfinden. Fernsehen geht sowieso nur auf Englisch und auch lesetechnisch müssen jetzt englischsprachige Bücher ran, wobei ich mir gestern und heute ein deutsches Buch geleistet habe, dass noch ungelesen auf meinem Kindle dümpelte und auf das ich schlicht Lust hatte. Bei DVDs schummeln wie schon mal und nehmen Untertitel dazu, allerdings nur die Englischen. Besonders die Amerikanischen sind ohne ein “Pain” (hier: Krampf). Können die nicht vernüftig sprechen? Ein sehr abartiges Englisch manchmal. Entschuldigung... ist aber wahr. Ich mache gute Fortschritte. Mein erster Impuls ist mittlerweile etwas englisch zu sagen. Wenn ich deutsch spreche mische ich öfters unbewußt beide Sprachen und manchmal erschrecke ich mich, wenn mir ein deutsches Wort nicht mehr einfällt. Die englische Sprache scheint zu beginnen einen Teil meines deutschen Sprachschatzes wegzudrücken. Aber solange da nichts rausfällt.... Denke tue aber noch auf Deutsch, glaube ich. Manchmal bin ich mir da nicht so sicher.
Nicht nur Sprachlich sind wir “deulisch” (zwischen deutsch und australisch). Wir versuchen alles von unserer derzeitigen Heimat auszuprobieren was geht. Delphine, Iron-Man, Rodeo warens schon, Country in zwei Wochen kommt noch, Football, Rugby, Cricket (alles im Stadion live), Surfen und Walewatching stehen noch auf unserer Liste. Wir haben auch überlegt uns tänzerisch wieder aufs Pakett zu begeben. Ich habe Andreas Square-Dance vorgeschlagen, weil es schön typisch australisch ist. Am Freitag haben wir auch zum ersten Mal der Freiluft-Esskultur gefrönt. Die Australier scheinen, wie die Iren sich ständig in den Pubs, sich immer draußen aufzuhalten und das viel in den unzählbaren Parks, mal mit Meerblick und mal ohne, und das am Liebsten beim Barbeque oder Piknik. Festinstallierte, öffentliche Barbeques und Tischgruppen gibts überall. Wir haben unserer Abendessen mit Blick aufs Meer verpiknikt: Cracker und Selleriestangen mit Spinat-Dip, Süßkartoffel-Feta-Salad mit Kängeruh-Streifen und Chocolate-Banana-Cake mit Weißwein und selbstgebrauten Bier. R-o-m-a-n-t-i-s-c-h!
Gestern, Samstag, wollten wir ausgehen. Fussläufig 20 Minuten bis zur Amüriermeile. Vorher haben wir beim Italiener um die Ecke haltgemacht. Nicht dass es uns nach europäischen Essen gelüstet, aber das Restaurant gehört einem Freund von Andreas seinem Arbeitskollegen und wir wollten es mal testen. Danach ist leider zum zweiten Mal an diesem Tag mein Kreislauf Amok gelaufen: Schweißausbruch, Nebel im Kopf und Herzrasen. Vielleicht der Temperaturumschwung Schuld, die nochmal Gas geben haben. Was auch immer. Wir sind umgekehrt und haben meinem Kreislauf Zeit gegeben sich wieder zubenehmen. Als wir dann allerdings nochmal starten wollten, hat sich eine blasé an meinem Fuss gemeldet. Wir mussten die Mission für gescheitert erklären. Wir haben uns dann mit der Bar an der Ecke zufrieden gegeben müssen und ich habe meine Enttäuschung versucht in einem sehr hochprozentigen Mango-Daiquiri zuertränken, den ich mir auf Grund des Preises am liebsten Verkniffen hätte. Aber was muss, dass muss.
Wer bis zu diesem Punkt hier durchgehalten hat, der hat wieder eine ganzes Stück lesen müssen und jetzt wo ich am Schreiben bin, fließt es. Ich könnte mehr. Aber damit es in den nächsten Blogs nicht langweilig wird, hebe ich mir das auf. Zudem muss ich mich jetzt dringend von dem Balkon nach drinnen verziehen und die Türen verrammeln, da ich den Death-Metal-Krach, der aus dem Skater-Park zu uns heute herübergetragen wird, kaum mehr aushalte. Aber neben Country gibt es hier jegliche Musikrichtung, eben auch die wo man meint, da singt jemand im Schmerz über zusammengedrückte Körperteile kurz vor dem Abwerfen.
Und jetzt nichts wie weg!
See-JA,
Sonnenwind/Sunwind
11. April 12 | sonnenwindschreibt
Coo-ee,
Ostern mal auf australisch sind nun auch schon wieder vorbei. Wer merkt, dass ich jetzt das Wort "schon wieder" benutzt habe? Habe ich nicht noch vor ein paar Wochen gesagt, wie schön es ist, dass die Zeit hier langsamer läuft. Die letzten 4 Wochen irgenwie nicht! Das kommt einfach daher, dass ich nun öfters im Cafe gebraucht werde, nebenbei noch Schule habe (die Woche noch Ferien, dafür dann Cafe = 4 Tage) und der Umzug in eine möbilierte Wohnung auch nicht so mit einem Fingerschnippen geht. Viel organisiert, aber auch viel geschafft. Heute zuletzt Pay-TV für die nächsten drei Monate damit ich von Mitte Juni bis Anfang Juli die Europameisterschaft sehen kann.
Vier freie Tage hatte ich an Ostern, aber keinen Moment wirklich mit meinem Hintern auf der eigenen Couch. Wie bereits angekündigt haben wir am Freitag traditionell mit einem Fischessen gestartet, was man hier auch am Karfreitag tut. Samstag und Sonntag ganz osterfrei gings mit dem Red Rattler, einer alten Dampflok durch das Valley, und auch das Rodeo konnten wir uns aus Interesse nicht verkneifen. Ich habe vorher lange überlegt, ob ich gehen soll, wegen Tierquälerei oder so. Aber rückwirkend betrachtet kann ich nur sagen, ich habe keine direkte gesehen. Vom Hörensagen soll den Jungs, den Bullen, die Kronjuwelen "engangezogen" werden, aber Andreas meint, er hätte nichts der gleichen gesehen. Das muntere Abwerfen war interessant anzusehen und ist sicherlich eine Erfahrung, die man in Australien miteinsammeln sollte. Eine weitere Erfahrung, die neu zu Gewohntem in Deutschland sind, sind zu Ostern die quitschbunten Ostersträusse, die im Auge so manchmal weh tun und nicht nach meinem Geschmack sind (wie australische Weihnachten nur ohne Lichterketten), und die "weglaufenden" Schokoosterhasen". Ab in den Kühlschrank oder davon sind sie. Zuuuuuu warm.
Die Temperaturen sind in den vergangenen zwei Tagen um 10 Grad gefallen. Laut australischen Meterologen nicht ungewöhnlich, schliesslich sind wir metrologisch im Herbst, aber doch spektakulärer. Im übrigen habe ich festgestellt, dass nicht nur die Deutschen stetig über das Wetter mosern, dass tun auch die Australier. Mit einer Ausnahme sie klagen nur bei heissen Wetter, was ich absolut cool finde, und wenns ständig in der Regenzeit regnet, was schon beginnen kann zu nerven. Well, im Moment sinds 23 Grad, kühler, und stärker windig. Letzteres hat zu ein paar Strandschliessungen gereicht, weil die Wellen dann zu hoch sind. Aber nicht so dramatisch, zum Schwimmer ist es bei dem Wind wirklich was kühl.
Mit der Bitte den stauchelnden FC Köln in eure Gebete einzuschliessen,
winke ich nocheinmal in die Runde und sag
Seeya
Euer Sonnenwind/ Sunwind
Ostern mal auf australisch sind nun auch schon wieder vorbei. Wer merkt, dass ich jetzt das Wort "schon wieder" benutzt habe? Habe ich nicht noch vor ein paar Wochen gesagt, wie schön es ist, dass die Zeit hier langsamer läuft. Die letzten 4 Wochen irgenwie nicht! Das kommt einfach daher, dass ich nun öfters im Cafe gebraucht werde, nebenbei noch Schule habe (die Woche noch Ferien, dafür dann Cafe = 4 Tage) und der Umzug in eine möbilierte Wohnung auch nicht so mit einem Fingerschnippen geht. Viel organisiert, aber auch viel geschafft. Heute zuletzt Pay-TV für die nächsten drei Monate damit ich von Mitte Juni bis Anfang Juli die Europameisterschaft sehen kann.
Vier freie Tage hatte ich an Ostern, aber keinen Moment wirklich mit meinem Hintern auf der eigenen Couch. Wie bereits angekündigt haben wir am Freitag traditionell mit einem Fischessen gestartet, was man hier auch am Karfreitag tut. Samstag und Sonntag ganz osterfrei gings mit dem Red Rattler, einer alten Dampflok durch das Valley, und auch das Rodeo konnten wir uns aus Interesse nicht verkneifen. Ich habe vorher lange überlegt, ob ich gehen soll, wegen Tierquälerei oder so. Aber rückwirkend betrachtet kann ich nur sagen, ich habe keine direkte gesehen. Vom Hörensagen soll den Jungs, den Bullen, die Kronjuwelen "engangezogen" werden, aber Andreas meint, er hätte nichts der gleichen gesehen. Das muntere Abwerfen war interessant anzusehen und ist sicherlich eine Erfahrung, die man in Australien miteinsammeln sollte. Eine weitere Erfahrung, die neu zu Gewohntem in Deutschland sind, sind zu Ostern die quitschbunten Ostersträusse, die im Auge so manchmal weh tun und nicht nach meinem Geschmack sind (wie australische Weihnachten nur ohne Lichterketten), und die "weglaufenden" Schokoosterhasen". Ab in den Kühlschrank oder davon sind sie. Zuuuuuu warm.
Die Temperaturen sind in den vergangenen zwei Tagen um 10 Grad gefallen. Laut australischen Meterologen nicht ungewöhnlich, schliesslich sind wir metrologisch im Herbst, aber doch spektakulärer. Im übrigen habe ich festgestellt, dass nicht nur die Deutschen stetig über das Wetter mosern, dass tun auch die Australier. Mit einer Ausnahme sie klagen nur bei heissen Wetter, was ich absolut cool finde, und wenns ständig in der Regenzeit regnet, was schon beginnen kann zu nerven. Well, im Moment sinds 23 Grad, kühler, und stärker windig. Letzteres hat zu ein paar Strandschliessungen gereicht, weil die Wellen dann zu hoch sind. Aber nicht so dramatisch, zum Schwimmer ist es bei dem Wind wirklich was kühl.
Mit der Bitte den stauchelnden FC Köln in eure Gebete einzuschliessen,
winke ich nocheinmal in die Runde und sag
Seeya
Euer Sonnenwind/ Sunwind